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Die DIN V VDE 0126-1-1/A1 :

Selbstätige Schaltstelle zwischen einer netzparallelen Eigenerzeugeranlage und dem öffentlichen Niederspannungsnetz

ist ab Mai 2011 verbindliche Norm für die Projektierung und den Betrieb von Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz geworden. Diese Norm besitzt den Status einer Vornorm und bietet dem Errichter von Eigenerzeugungsanlagen die notwendige Planungssicherheit für sein Vorhaben.

Die Norm beschreibt die technischen Anforderungen der Sicherheitsschnittstelle zwischen der Eigenerzeugeranlage und dem Niederspannungsnetz wenn auf die dem VNB „jederzeit zugängliche Schaltstelle mit Trennfunktion“ verzichtet werden soll. Aufgabe dieser „selbsttätig wirkenden Schnittstelle“ ist es eine unbeabsichtigte Einspeisung bei Inselbetrieb zu vermeiden und dadurch Betriebspersonal, Betriebsmittel, Verbraucher und die Eigenerzeugungsanlage selbst zu schützen.

Die Sicherheitsschnittstelle misst und überwacht hierzu mehrere Netzparameter. Im Zuge der EU- Harmonisierung und der geforderten Selektivität wurden Messverfahren und Grenzwerte neu definiert.

In Punkt 4 der Norm werden die Anforderungen festgelegt. Vor der Aufschaltung der Eigenerzeugeranlage müssen sich die folgenden Parameter des Netzes für 30 s innerhalb der vorgegeben Grenzwerte befinden.

1.1 Spannungsrückgang. Die Spannung in den Außenleitern muss größer als 80% UN sein.

1.2 Spannungssteigerung. Die Spannung in den Außenleitern darf 114 % UN nicht übersteigen

1.3 Frequenzrückganschutz 47,5 Hz

1.4 Frequenzsteigerungschutz 50,2 Hz -51,5 Hz.

Nach erfolgter Parallelschaltung werden diese Parameter weiterhin überwacht und müssen bei Über- bzw. Unterschreitung der Grenzwerte nach 1.1 bis 1.3  innerhalb 200 ms zur Trennung vom Netzt führen.

Des weiteren ist im Parallelbetrieb der Mittelwert der Netzspannung über ein Zeitintervall von 10 min. zu messen. Übersteigt der Mittelwert einen Grenzwert von 110 % UN bis 115 % UN muss ebenfalls eine Trennung vom Netz erfolgen.(Der einzustellende Grenzwert muss mit dem Netzbetreiber abgestimmt werden).

Neben dem Verfahren der Netz-Impedanzmessung ist zur Erkennung des Inselbetriebes der Schwingkreistest neu aufgenomen worden. Hierbei werden den einzelnen Phasen des netzparallelgeschaltetem Generators eine genau definierte komplexe Laste (gedämpfter Schwingkreis) parallelgeschaltet. Nach Trennen der so belasteten Phase vom Netz muss das Gerät innerhalb einer Zeit von 5 s diesen Betriebszustand erkennen. Dieser Test ist an jeder Phase mit  sich im Bereich von 5% änderden Werten für L oder C zu wiederholen.

 

Datum 10.08.2015   vorherige Version: 04.08.2015    Start: 07.1997    Auflage 2015-06